Der SOLISA Freundeskreis informiert:

- ONG SOLISA in Bamako / Mali -

 

											
											

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ONG SOLISA Mali

SOLISA (Solidarité Pour Le Sahel) mit Sitz in Bamako (Mali) ist eine malische Nichtregierungsorganisation (NRO) und Träger von Entwicklungshilfeprojekten. SOLISA bildet ein Netzwerk zur Selbstorganisation von praktischer Hilfe insbesondere im ländlichen Raum, da, wo die Situation besonders schwierig ist und teilweise auch für den Einsatz von Großorganisationen weniger geeignet ist.

SOLISA wurde gegründet durch junge Malier, die zum großen Teil ihre Ausbildung im europäischen Ausland abgeschlossen haben, nun wieder in Mali leben und dort Verantwortung in unterschiedlichen Bereichen des öffentlichen Lebens übernommen haben. Die Arbeit für SOLISA ist für den Geschäftsführer Bandiogou Niakaté ehrenamtlich und ohne Entlohnung.


SOLISA ist entstanden, als die Dürrekatastrophen in den achtziger Jahren im Sahel ihre verheerenden Auswirkungen zeigten und die Flucht von ganzen Dörfern in die Städte die Verelendung der malischen Bevölkerung noch verschlimmerten. Inzwischen arbeiten acht Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hauptamtlich für SOLISA und koordinieren über 40 Dorfprojekte. Hinzu kommen zahlreiche Fachkräfte wie Krankenschwestern, Hebammen, Brunnenbauer und Gärtner, die in die Dörfer geschickt werden, um Dorfbewohner anzuleiten und auszubilden. SOLISA ist in malischen Dörfern bekannt durch die Durchführung bzw. Hilfe zur Selbstorganisation bei Aktivitäten in den Bereichen Gesundheitswesen, Ausbildung, Frauenprojekte, Landwirtschaft, Bewässerung und Wiederaufforstung.

Vor dem Büro von Soisa in Bamako

SOLISA wird aktiv, wenn sie von Hilfe suchenden Dörfern angesprochen wird. Entsprechend dem Selbsthilfegedanken wird gemeinsam mit dem Dorf über organisatorische und finanzielle Möglichkeiten für die Lösung der allerdringendsten Probleme nachgedacht und entschieden. Das Aufgreifen und Akzeptieren der Sozialstruktur der Dörfer (Rolle der Ältesten, des Chef de Village, Art der Meinungsbildung) ist äußerst wichtig für die Motivation der Menschen und für den späteren Erfolg von Projekten. Daher werden auch Leute aus diesen Dörfern Mitglied von SOLISA und nehmen an überregionalen Treffen außerhalb der Dörfer teil. Die Demokratisierung ist ein häufiger Effekt der Arbeitsweise von SOLISA.

SOLISA finanziert seine Projektaktivitäten und die geringen aber notwendigen Bürokosten (Miete, Strom, Kopien, Papier) - neben Mitgliedsbeiträgen und Zahlungen der afrikanischen Arbeitsemigranten aus Europa - durch die offizielle Beantragung von unterschiedlichen Entwicklungshilfe-Projektmitteln bei freien und staatlichen Trägern von Entwicklungshilfe im internationalen Raum (Weltkirchenrat / Genf, Global Environmental Facility (UNEP Nairobi). Africa Now / London, TROCAIRE/ Kanada, DESWOS / Deutschland ...) SOLISA schafft auf diese Weise die notwendigen Voraussetzungen, die lebenswichtigen Bedürfnisse der Dörfer in genehmigungsfähige und damit erst finanzierbare Projekte zu "übersetzen". Dabei bürgen staatliche und internationale Anerkennung (neuerdings auch durch die Vereinten Nationen), jährliche Kontrolle durch Wirtschaftsprüfer und Referenzen durch internationale Entwicklungsorganisationen für die Seriosität von SOLISA. Diese Arbeit von SOLISA in Mali bedarf der sachlichen, organisatorischen, finanziellen und menschlichen Unterstützung auch durch freie (nichtstaatliche) Gruppen in Europa. SOLISA-Freundeskreise bestehen in Genf, Paris, Amsterdam und Turin.